Verband der Immobilienverwalter Bayern e.V.

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Checkliste von VDIV Bayern e.V. und Haus + Grund Bayern trennt die Spreu vom Weizen

Wie finden Wohnungseigentümer den passenden Verwalter für ihr Immobilien-Vermögen?

Auf welche Punkte müssen sie besonders achten – vor allem weil die Berufsbezeichnung „Immobilienverwalter“ nicht geschützt ist und weil keine Ausbildungsverordnung für diesen Beruf existiert? Wie erkennt man schnell und einfach, ob der Verwalter einen ordentlichen Betrieb führt oder ob er eine Zettelwirtschaft am Küchentisch betreibt? Welche Versicherungen sind nötig, damit bei Missmanagement Schäden nicht bei den Eigentümern hängen bleiben?

Diesen und vielen weiteren Fragen rund um die Hausverwaltung gingen der Haus- und Grundbesitzerverein Bayern und der Verband der Immobilienverwalter VDIV Bayern jetzt zusammen nach. Heraus kam eine Checkliste für Wohneigentümer, die deren Suche nach dem richtigen Verwalter erleichtert. Die Checkliste soll Interessenten helfen, nicht ausreichend qualifizierte Verwalter schnell und rechtzeitig zu erkennen.

Verwaltung ist Vertrauenssache
Immobilienverwaltung ist Vertrauenssache. Es geht jeden Monat nicht nur um hohe Summen, die abgerechnet und bewegt werden müssen, es geht auch um enorme Vermögenswerte, die bewahrt werden müssen. Dementsprechend groß ist die Verantwortung, die auf diesem Berufsstand lastet. Trotzdem ist die Verwaltertätigkeit kein Ausbildungsberuf wie andere, Aus- und Fortbildung sind jeddem einzelnen Verwalter überlassen. Daher ist die Auswahl des geeigneten Verwalters von besonderer Bedeutung. Die neue Checkliste vom VDIV Bayern und Haus- und Grund Bayern greift wichtige Kernfragen der Tätigkeit heraus und gibt Laien auf drei Seiten wichtige Hilfestellungen.

Übersichtliches Prüfverfahren
Die Checkliste ist in sechs Bereiche gegliedert, zu denen jeweils die für Eigentümer wichtigsten Prüfkriterien abgefragt werden: Auswahlverfahren, Vertragsgestaltung, kaufmännische Geschäftsführung, Finanz- und Vermögensverwaltung, technische Verwaltung und Vergütung. Darüber hinaus enthält die Checkliste zahlreiche Hinweise für die Eigentümer auf  geltende Rechtslagen und einzuhaltende Vorschriften sowie wertvolle Tipps zur Vermögensverwaltung und die Warnung vor Billig-Anbietern.  Erst jüngst machte in München ein Fall Schlagzeilen, in dem eine Verwalterin in betrügerischer Absicht Rücklagen in Höhe von über 800.000 Euro abräumte.

Einfach im Gebrauch
Die meisten Fragen der Checkliste können entweder mit einem Ja oder Nein abgehakt werden. Bei anderen Fragen werden Schulnoten von 1 bis 6 vergeben. Klar ist so, dass die Liste möglichst viele Ja-Kreuze und möglichst viele gute Zensuren enthalten sollte.


Qualitätsoffensive gegen Schwarze Schafe
Den Herausgebern dieser Checkliste, dem Haus- und Grundbesitzerverein Bayern und dem Verband der Immobilienverwalter Bayern VDIV, geht es mit diesem Verwalter-Check vor allem um die Qualitätssicherung für die Kunden, die Wohnungseigentümer. „Damit reagieren wir natürlich auch auf die in jüngster Vergangenheit aufgetretenen Fälle von Schwarzen Schafen unter den Verwaltern, die ihre Vertrauensstellung mit teils erheblicher krimineller Energie ausnutzten, um sich persönlich zu bereichern“, sagt Walter Plank vom VDIV. Es dürfe nicht sein, dass ein ganzer Berufsstand durch solche Betrügereien in Misskredit gerate. Und Dr. Ulrike Kirchhoff vom Haus- und Grundbesitzerverein Bayern meint: „Eigentümergemeinschaften geben wir damit ein wertvolles Instrument an die Hand, sich auch ohne besondere Sachkenntnisse ein erstes verlässliches Bild von dem künftigen Verwalter machen zu können.“ Eins freilich kann auch der neue Verwalter-Check nicht sein: eine hundertprozentige Absicherung gegen die kriminelle Energie von vorsätzlichen Betrügern.

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