Aktuelles

17.06.2021

Musterbeschluss über Zensus hält gerichtlicher Überprüfung Stand

Der VDIV Deutschland hatte den Mitgliedern der Landesverbände für den auf das Jahr 2022 verschobenen Zensus 2021 einen Musterbeschluss für die Mehrvergütung der beim Verwalter entstehenden Pflichten zur Verfügung gestellt, der bereits vielfach vorsorglich umgesetzt wurde.

Auch ein Verwalter aus Baden-Württemberg hat von dem Musterbeschluss (in leicht abgewandelter Fassung) in einer Wohnungseigentümerversammlung im Juli 2020 Gebrauch gemacht. Dagegen richtete sich eine Beschlussanfechtungsklage eines Wohnungseigentümers. Daraufhin hat der VDIV Deutschland nun erfolgreich einen Musterprozess durchgeführt, um Rechtssicherheit zu erlangen.

Bereits mit dem Einberufungsschreiben wurde den Wohnungseigentümern der vorformulierte Beschluss, der wie folgt lautet, bekannt gegeben:

„Zur Abgeltung des Aufwandes zur Erfüllung der Auskunftspflichten für die Gebäude- und Wohnungszählung gem. Zensusgesetz 2021 (Zusammenstellung der Gebäudedaten, Übermittlung der Gebäudedaten an alle Wohnungseigentümer zum Zensusstichtag zwecks Übernahme in die Befragung durch das Statistische Landesamt, Bearbeitung der Bestandslisten, Übermittlung der Eigentümerlisten und deren Aktualisierung gegenüber dem Statistischen Landesamt, allgemeine Eigentümerinformation und Datenschutzinformation nach Artikel 13 DSGV) wird dem Verwalter der entstandene Zeitaufwand, mit der im Verwaltervertrag vereinbarten Stundenvergütung sowie seine Kostenauslagen erstattet. Diese Vergütung wird mit Erbringung der Leistung und deren Rechnungsstellung fällig. Die Verteilung der Vergütung erfolgt im Verhältnis der Wohnungseinheiten.“

In derselben Eigentümerversammlung wurde der Beschluss mit folgendem Zusatz versehen:

„Die Kosten hierfür, die der Verwalter abrechnen darf, werden auf maximal 3 Stunden begrenzt. Sollte der Zeitaufwand geringer ausfallen, ist weniger abzurechnen.“

Der klagende Wohnungseigentümer vertrat die Auffassung, der Beschluss sei nichtig, da er eine Kostenpflicht der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer begründe, die nicht die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums, sondern die Verwaltung des Sondereigentums beträfe.

Das Amtsgericht Göppingen bestätigt die Beschlusskompetenz der Wohnungseigentümerversammlung für die jeweiligen Beschlussinhalte. Der Verwalter sei bei der Durchführung des Zensus 21 zum Tätigwerden verpflichtet. Er habe gem. §§ 24 Abs. 1, 10 Abs. 1 und 2 ZensusG Angaben nicht nur bezüglich der sogenannten Gebäudedaten, vielmehr auch im Hinblick auf die sogenannten Hilfsmerkmale, d.h. die sogenannten Wohnungs- und Bewohnerdaten zu machen. Jedenfalls seien Gebäudedaten betroffen, die im gemeinschaftlichen Eigentum stehen. Insoweit bedürfe es keiner Vereinbarung zwischen den jeweiligen Wohnungseigentümern und dem Verwalter, weitere Angaben machen zu dürfen. Ferner verpflichte § 24 Abs. 2 ZensusG den Verwalter, Angaben zu Namen und Anschrift der Wohnungseigentümer zu machen.

Im Ergebnis entstehe dadurch ohne Zweifel beim Verwalter ein Mehraufwand, der separat vergütet werden kann, was auch im Wege einer pauschalen „Entschädigung“ erfolgen könne. Erfreulicherweise bestätigt das Amtsgericht, dass die Tätigkeit beim Zensus 2021 ein sachlicher Grund für die Berechnung des beim Verwalter entstehenden Mehraufwandes darstellt. Die Vergütung sei auch der Höhe nach nicht zu beanstanden soweit sie Bezug auf eine Kostenregelung in einem bestehenden Verwaltervertrag nimmt und eine Deckelung der Kosten vorgesehen ist. Damit seien die Maximalkosten für die Eigentümer kalkulierbar.

Die Verwalter werden das Urteil des Amtsgerichts Göppingen begrüßen. Zum einen trifft das Gericht mit überzeugender Begründung die Aussage, dass auch Tätigkeiten des Verwalters im Rahmen des Zensus, die funktional dem Sondereigentum zuzuordnen sind, Gegenstand der Beschlussfassung und Grundlage für eine Sondervergütung sein können. Zum anderen bestätigen die Ausführungen zur Angemessenheit der Vergütung die Überlegungen, die bei der Formulierung des Musterbeschlusses prägend waren.

Die Deckelung (hier begrenzt auf einen Zeitaufwand von 3 Stunden) mag für die meisten Verwalter eine erste Orientierungshilfe sein, um die Grenze der Angemessenheit nicht zu überschreiten. In Einzelfällen sollte aber ein höherer Zeitaufwand angesetzt werden, der der Größe des Wohnungseigentumsobjektes und der Komplexität der Struktur des Sondereigentums Rechnung trägt.

Das Urteil dürfte für die eine oder andere Wohnungseigentümergemeinschaft auch eine wertvolle und belastbare Argumentationsgrundlage für die Beschlussfassung über den Sonderaufwand sein.

15.04.2021

VDIV Deutschland begrüßt Entscheidung zum Mietendeckel: Wohnungseigentümer können auf Rechtsstaatlichkeit vertrauen

Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Berliner Mietendeckel für nichtig erklärt, da er nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV Deutschland) begrüßt diese Entscheidung mit Nachdruck. „Eine Bestätigung des Mietendeckels hätte das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit nachhaltig erschüttert“, betont VDIV-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaßler.

Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass dem Land Berlin die entsprechende Gesetzgebungskompetenz für den Mietendeckel fehlt, da der Bund das Mietpreisrecht in den §§ 556 bis 561 BGB abschließend geregelt hat. Das MietenWoG Bln ist mit Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit Art. 72 Abs. 1 GG daher unvereinbar und nichtig.

Angespannte Wohnungsmärkte werden nicht durch Regulierung entlastet, sondern einzig durch mehr Angebot. Hier hilft nur ein sinnvoller Dreiklang aus mehr Bauland ausweisen, die unverhältnismäßig hohen Erwerbs- und Baunebenkosten zu senken und den Erwerb von Wohneigentum zu fördern. „Bund und Länder sind daher mehr denn je in der Pflicht, neben dem sozialen Wohnungsbau den Erwerb von Wohneigentum zu fördern. Neben einem ausgewogenen Förderinstrumentarium sollte auch die Umwandlung von Miete in Eigentum in den Vordergrund gestellt werden, ist diese Form der Altersvorsorge doch für viele Mieter die einzige Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben. Einzig der Neubau von Wohnungen bringt Entlastung am Markt und keine Überregulierung“, so VDIV-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaßler.

Ein Dank geht auch an die 284 Abgeordneten der CDU/CSU- und FDP-Fraktion, die das Verfahren durch eine abstrakte Normenkontrollklage vor das Bundesverfassungs­gericht brachten und somit unterstrichen, dass Bundesrecht nicht gebrochen werden darf.

Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes können Millionen von Wohnungs­eigen­tümern bundesweit aufatmen. Denn oft haben diese bei der Rückzahlung von Krediten mit festgelegten Mieteinnahmen kalkuliert, um im Alter schuldenfrei leben zu können.

26.03.2021

BMJV unterstützt vom VDIV Deutschland empfohlene Vertreterversammlung

Infolge der Corona-Pandemie ist 2020 der Großteil der Eigentümerversamm­lungen ausgefallen, 2021 dürfte sich diese kritische Entwicklung fortsetzen. Der vom Verband der Immobilien­verwalter Deutschland (VDIV Deutschland) in einem alarmierenden Schreiben geforderten zeitlich begrenzten Gestattung reiner Online-Versammlungen kommt die Bundesregierung zwar nicht nach. Das Bundesjustizministerium schließt sich aber in seiner Antwort an den VDIV der Verbandsauffassung an, dass Vertreterversammlungen ein geeignetes Instrument sind, um Beschluss­fassungen in den Gemeinschaften während der aktuell schwierigen Situation dennoch zu ermöglichen.

Analog zu den im Aktien- und Vereinsrecht coronabedingt gestatteten reinen Online-Versammlungen hatte der VDIV Deutschland entsprechende Regelungen für Wohnungseigentümerversammlungen gefordert. „Dieses sinnvolle Instrument lässt der Gesetzgeber aber auch in der aktuellen Krisenzeit nicht zu“, bedauert VDIV-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaßler. „Dabei würde hiermit der unkomplizierte Austausch innerhalb der Gemeinschaft über dringende Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen sowie entsprechende Beschlussfassungen ermöglicht.“ So könnte der Stillstand bei wichtigen gesellschaftspolitischen Themen wie energetische Ertüchtigung des Gebäudebestands und Ausbau der E-Mobilität verhindert und gleichzeitig mittelständische Handwerksbetriebe vor der Insolvenz geschützt werden.

In seinem Antwortschreiben an den VDIV Deutschland führte das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) aus, dass durch reine Online-Versammlungen Wohnungseigentümern die Teilnahmemöglichkeit an der Versammlung genommen würde. „Dieses Argument ist nicht haltbar. Schließlich ist es jedem Eigentümer unbenommen, sein Stimmrecht einschließlich Weisung auf andere Eigentümer oder den Verwalter zu übertragen – so wie bei jeder Präsenzversammlung, an der er nicht teilnehmen kann oder möchte“, betont Kaßler.

Vertreterversammlung als praxisorientierte Alternative
Das BMJV unterstützt aber das vom VDIV Deutschland vorgeschlagene Instrument der Vertreterversammlung. Seit Beginn der pandemiebedingten Kontakt­beschränkungen rät der Verband Immobilienverwaltungen und Eigentümer­gemeinschaften zu diesem Format und empfiehlt, in enger Abstimmung mit dem Verwaltungsbeirat auch im Jahr 2021 verstärkt davon Gebrauch zu machen. Nach § 23 Abs. 1 Satz 2 WEG kann die Gemeinschaft außerdem beschließen, die Versammlung hybrid stattfinden zu lassen. Zur Herbeiführung eines solchen Beschlusses kann eine Vertreterversammlung mit Vollmachtserteilung einberufen werden, auf der nur ein Tagesordnungspunkt zur Beschlussfassung ansteht, nämlich die Ermöglichung der Online-Teilnahme.

22. März 2021

Corona Notfallgesetzgebung

VDIV Deutschland fordert gesetzliche Erleichterungen für Eigentümerversammlungen

In einem alarmierenden Schreiben an die Bundesregierung fordert der Verband der Immobilien­verwalter Deutschland (VDIV Deutschland), die Regelungen zum Abhalten von Eigentümer­versammlungen für das Jahr 2021 im Rahmen der Notfallgesetzgebung deutlich zu lockern. Ohne den Spielraum für reine Online-Formate, wie sie bereits im Zuge der Corona-Pandemie beim Vereins- und Aktienrecht explizit geschaffen wurden, drohen erhebliche negative Konsequenzen für Wohnungseigentümergemeinschaften, aber auch für das Erreichen der Klimaschutzziele und für mittelständische Unternehmen.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor rund einem Jahr sind zahlreiche Eigentümer­versammlungen ausgefallen. Die Ende März 2020 in Kraft getretene Notfallgesetzgebung bietet in Artikel 2, § 6 des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht lediglich Lösungen für Wirtschaftspläne und Verwalterbestellungen. „Doch dringende Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen bleiben auf der Strecke. Die Klimaziele im Gebäudebestand verpuffen wiederholt und große gesellschaftspolitische Themen wie der Ausbau der E-Mobilität stehen still“, erläutert VDIV-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaßler. 

Potenzial der WEG-Reform für Mobilitätswende bleibt ungenutzt
Zwar räumt das seit Dezember 2020 geltende Wohnungseigentumsgesetz jedem Wohnungseigentümer das Recht auf Einbau einer E-Ladestation ein. Doch da entsprechende Beschlüsse pandemiebedingt nicht gefasst werden können, kommt der Ausbau der Ladeinfrastruktur bei den etwa vier Millionen Stellplätzen in Wohnungseigentümer­gemeinschaften (WEG) nicht voran. „Das entsprechende KfW-Förderprogramm von mittlerweile 400 Millionen Euro läuft daher komplett am Wohnungseigentümer vorbei. Der Förderzuschuss von 900 Euro pro Ladesäule bleibt Wohnungseigentümern verwehrt“, konstatiert Kaßler.

2022 droht Umsetzungsstau für Baumaßnahmen
Den Spitzenverband erreichen zudem zahlreiche Hilferufe von mittelständischen Dienstleistungsunternehmen, die aufgrund fehlender Entscheidungsgrundlagen nunmehr seit vielen Monaten kaum noch Aufträge erhalten. Zunehmend wird dort das Personal in Kurzarbeit geschickt. „Werden 2022 bei möglicherweise wieder regulär stattfindenden Eigentümerversammlungen die Beschlussfassungen zu Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in größerem Umfang nachgeholt, droht ein massiver Umsetzungsstau, da die Unternehmen die mögliche Flut an Aufträgen nur schwer, geschweige denn zeitnah umsetzen können“, betont der VDIV-Deutschland-Geschäftsführer.

Flexibilität der Notfallgesetzgebung für Vereins- und Aktienrecht muss auch für Eigentümergemeinschaften gelten
Da nicht absehbar ist, wann die Covid-19-Pandemie überstanden ist, muss aufgrund der Dringlichkeit vieler Beschlussfassungen eine neue gesetzliche Regelung zum Abhalten von Eigentümerversammlungen her. Zwar sieht der neue § 23 Abs. 1 Satz WEG mit der eingeführten Online-Teilnahme an (Präsenz-)Ver­sammlungen bereits eine kleine Flexibilisierung für die Durchführung von Wohnungs­eigentümer­versammlungen vor. Auch die Gestattung von Umlaufbeschlüssen in Textform in § 23 Abs. 3 WEG hilft. „Doch diese beiden Erleichterungen sind nicht ausreichend. Denn sie setzen zunächst das Abhalten von Präsenz-Eigentümerversammlungen voraus – die seit Monaten aber unterbleiben. Deshalb müssen für das laufende Jahr die jetzigen Regelungen für das Abhalten von Eigentümerversammlungen auf den Prüfstand gestellt werden. Was übergangsweise für Aktionärsversammlungen und Vereine gilt, sollte auch für WEG-Versammlungen möglich sein“, sagt Kaßler.

Der VDIV Deutschland fordert daher von der Bundesregierung drei Maßnahmen:

  1. Reine Online-Eigentümerversammlungen sollten umgehend ermöglicht werden. Denn es ist absolut nicht nachvollziehbar, wieso im Rahmen der Notfallgesetzgebung gesetzliche Regelungen zur Durchführung von Online-Versammlungen im Aktien- und Vereinsrecht in Artikel 2, § 5 des Abmilderungsgesetzes geschaffen wurden, für Wohnungseigentümer­gemeinschaften diese wichtige rechtliche Grundlage jedoch fehlt.

  2. Nachdem nun § 23 Abs. 3 WEG für einzelne Beschlussgegenstände eine einfache Mehrheit vorsieht, sollte das Einstimmigkeitserfordernis für Umlaufbeschlüsse aufgehoben und hier stattdessen eine Zwei-Drittel-Mehrheit für jeden Beschlussgegenstand verankert werden, um wirksame und schnelle Willensbildung zu ermöglichen.

  3. Um virtuelle Eigentümerversammlungen rechtssicher nutzen zu können, sollte die Geltendmachung von Nichtigkeits- und Anfechtungsgründen einzelner Eigentümer ausgeschlossen sein (z. B. Formfehler bei Einladungen). Dies muss auch für die in virtuellen Eigentümerversammlungen gefassten Beschlüsse gelten.

„Diese Änderungen würden keine negative Auswirkung auf Wohnungseigentümer haben, da sie bei Abstimmungsquoren nicht schlechter gestellt werden. Auch die Befürchtung, dass ältere Wohnungseigentümer bei Online-Lösungen von der Willensbildung ausgeschlossen werden, ist nicht haltbar. Denn die Möglichkeit der Stimmrechtsüber­tragung auf andere Eigentümer oder den Verwalter besteht selbstverständlich weiter. Stattdessen würde die Willensbildung vereinfacht, die Umsetzung klimapolitisch relevanter Maßnahmen erleichtert, mittelständische Handwerksbetriebe nicht in die Insolvenz getrieben – und KfW-Förderungen zur E-Mobilität ihr Ziel nicht verfehlen, weil es Millionen Wohnungseigentümern versagt bleibt, daran zu partizipieren“, so VDIV-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaßler abschließend.

23.02.2021

Vorsicht bei Billig-Anbietern: Neue Checkliste des VDIV unterstützt Wohnungseigentümer bei der Verwalterwahl

Worauf sollten Wohnungseigentümer bei der Auswahl einer Immobilienverwaltung achten? Woran erkennen sie, ob die Verwaltung professionell agiert? Hilfe bei der wichtigen Suche nach einer qualifizierten Verwaltung erhalten Eigentümergemeinschaften mit der kostenlosen Verwalter-Checkliste des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV Deutschland).

„Die Eigentumswohnung ist wesentlicher Bestandteil der privaten Altersvorsorge. Deswegen ist der wichtigste Grundsatz bei der Verwalterwahl, niemals die Vergütung zum entscheidenden Kriterium zu machen – denn das kann sich rächen. Den meisten ist klar: Wer zu billig baut, bekommt nur selten Qualität und muss mit höheren Instandsetzungskosten rechnen. Dieser Grundsatz gilt auch für die Immobilienverwaltung. Wer den billigsten Anbieter wählt, ist oft nicht gut beraten“, so VDIV-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaßler.

Wohnungseigentümergemeinschaften, die auf der Suche nach einer neuen Verwaltung sind, rät der VDIV Deutschland mit besonders großer Sorgfalt auszuwählen, um qualitative hochwertige Leistungen zu erhalten, den Wert der Eigentumswohnung langfristig zu sichern und Risiken zu minimieren. Ein gewichtiger Aspekt ist dabei die fachliche Eignung des Unternehmens.

Die Verwalter-Checkliste ist gegliedert nach allgemeinen Anhaltspunkten sowie Hinweisen zur Vertragsgestaltung, zur Finanz- und Vermögensverwaltung, zur kaufmännischen Geschäftsführung sowie zur technischen Verwaltung beinhaltet die Checkliste die wichtigsten Prüfkriterien, die bei der Auswahl eines professionellen Verwalters zu beachten sind.



Die Checkliste ist unentgeltlich auf unserer Homepage abrufbar....

02.02.2021

VDIV Deutschland veröffentlicht Beschlussvorlagensammlung

Die Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) hat auch etliche Änderungen der gesetzlichen Grundlagen zur Beschlussfassung mit sich gebracht. Um Immobilienverwaltungen zu unterstützen, hat der Verband der Immobilien­verwalter Deutschland (VDIV Deutschland) eine praxisrelevante Beschlussvorlagen­sammlung veröffentlicht. Diese hat der Spitzenverband in einer Arbeitsgruppe unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. Florian Jacoby, Universität Bielefeld, erarbeitet.

Die Handlungsempfehlung „Neue Beschlüsse nach der WEG-Reform 2020“ beinhaltet Beschlussmuster zu zahlreichen relevanten Bereichen, auf die sich die Novellierung auswirkt. Das Spektrum reicht von Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung und Vermögensbericht über bauliche Veränderungen und Kostentragung bis hin zur Online-Teilnahme an Eigentümerversammlungen, Fragen der Digitalisierung sowie zur Verwalterbestellung und zum Verwaltervertrag. Mit der Beschlussvorlagen­sammlung liefert der VDIV Deutschland eine Handreichung, die Immobilienverwaltungen und Wohnungseigentümergemeinschaften die Willensbildung erleichtert.

„Der VDIV Deutschland hat die WEG-Reform über viele Jahre begleitet und am Gesetzgebungsprozess mitgewirkt. Ziel war ein zukunftsfestes Gesetz. Nun gilt es, die Neuerungen in die Praxis zu übertragen, damit Eigentümer und Immobilienverwaltungen von der Reform profitieren und weitgehend rechtssicher agieren“, so VDIV-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaßler. Die Sammlung enthält neben den Beschlussvorlagen umfassende Kommentierungen zu ausgewählten Themengebieten und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

Die Beschlussvorlagensammlung steht unseren Mitglieder kostenfrei im Mitgliederbereich unter Aktuelles&Downloads zur Verfügung.

21.02.2021

VDIV Deutschland und Haus & Grund stellen gemeinsamen Mustervertrag für WEG-Verwaltung vor

Aufgrund des Inkrafttretens des novellierten Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) am 1. Dezember 2020 veröffentlichen der Verband der Immobilienverwalter Deutschland sowie Haus & Grund Deutschland einen gemeinsamen Mustervertrag für die Wohnungs­eigentumsverwaltung. Er berücksichtigt die im Zuge der Gesetzesreform veränderten Vorgaben sowie die Entwicklung der Rechtsprechung und ist vom Gedanken der Transparenz getragen.

„Das reformierte WEG gibt Eigentümergemeinschaften mehr Verantwortung und schafft mehr Gestaltungsspielraum bei den Aufgaben und Befugnissen des Verwalters. Das muss sich in der Grundlage der Zusammenarbeit beider Parteien – dem Verwaltervertrag – widerspiegeln: vertrauensvoll, transparent und im fairen Ausgleich, u. a. durch eine sich erklärende Vergütungsstruktur“, so VDIV-Deutschland-Präsident Wolfgang D. Heckeler zum neuen Mustervertrag für die Wohnungseigentumsverwaltung.

„Ziel der WEG-Reform war es, den Verbraucherschutz zu stärken. Dazu bietet ein transparenter und nachvollziehbarer WEG-Verwaltervertrag eine gute Grundlage der Zusammenarbeit. Daher war es für uns die logische Konsequenz, dass beide Dach­verbände einen gemeinsamen Mustervertrag für die Wohnungseigentums­verwaltung erarbeiten“, erläutert der Präsident von Haus & Grund Deutschland, Kai Warnecke.

Der Mustervertrag berücksichtigt neben den im Zuge der WEG-Reform erforderlichen Neuerungen wie den Rechten und Pflichten des Wohnungseigentumsverwalters auch die Entwicklung der Rechtsprechung, beispielsweise zu umstrittenen Vergütungsfragen.

Unseren Mitgliedsunternehmen steht des neue Verwaltervertrag kostenfrei im Mitgliederbereich zur Verfügung.

04.12.2020

Immobilienforum am 13. und 20. November 2020

Dieses Jahr hat uns alle besonders gefordert, denn das neuartige Coronavirus hat sich auch in Deutschland immer weiter ausgebreitet. Das Ausmaß der Einschränkungen hat so wahrscheinlich niemand erwartet. 
Nichts desto trotz wollten wir als Verband weiterhin wie gewohnt für Sie da sein und auch gleichzeitig einen Beitrag zur Reduzierung der Fallzahlen leisten, weshalb wir kurzfristig all unsere Seminare als Webinare anbieten konnten.

Im November fanden nun unsere beiden Immobilienforen am 13. und 20. November online statt. Mit knapp 200 Teilnehmern zeigt es uns, dass es der richtige Schritt in die „Onlinewelt“ war.
Themen waren an diesen beiden Tagen unter anderem das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie die Elektromobilität und der Zensus 2021/22.
Highlight war natürlich wieder unser Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Bub mit seinem Kommentar zur Novellierung des WEG. Unser Justiziar Marco J. Schwarz referierte an diesen beiden ebenfalls über die WEG Novellierung (WEMoG) mit den Schwerpunkten der baulichen Veränderungen und die neue Stellung des Verwalters. Die aktuelle Rechtsprechung wurde jeweils zum Abschluss der beiden Tage ebenfalls näher von unserem Rechtsanwalt erläutert.

In den Pausen erhielten die Teilnehmer einen kleinen Überblick der Partner des VDIV Bayern e.V. in Form von einer ein bis zwei minütigen Kurzvorstellung.
Wir werden künftig immer wieder Partnersprechstunden für Sie als Mitglied anbieten. Hier haben Sie dann Möglichkeit direkt mit unseren Partnern in Kontakt zu treten und Ihre Anliegen, Wünsche oder Ähnliches näher zu besprechen.
Eine Terminübersicht für 2021 werden wir Ihnen noch zukommen lassen.  

Die Vorträge der beiden Immobilienforen stehen Ihnen als Mitglied unseres Verbandes jederzeit im Mitgliederbereich zum Download zur Verfügung.

Noch kein Mitglied? – Alle Infos rund um eine Mitgliedschaft in unserem Verband finden Sie hier: https://www.immobilienverwalter-bayern.de/mitgliedschaft/index.html
Gern können Sie uns auch jederzeit telefonisch unter 089/ 5 99 88 45 – 0 kontaktieren! – wir beraten Sie gerne!

Wir bleiben optimistisch und hoffen unsere Verwalterstammtische sowie Verwaltertreffs baldmöglichst wieder als Präsenzveranstaltungen durchführen zu können.


Wir wünschen Ihnen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und bleiben Sie gesund!

Ihr VDIV-Bayern Team!

07.07.2020

Eigentümerversammlungen während der Pandemie

OFFIZIELLE INFORMATION VOM BAYERISCHEN STAATSMINISTERIUM DES INNEREN, SPORT UND INTEGRATION:

Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (insbesondere Hochzeiten, Trauerfeiern, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) und nicht öffentliche Versammlungen sind mit bis zu 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet hat und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann.

Eine Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts für Veranstaltungen gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 der 6. BayIfSMV finden Sie hier.

Nachzulesen unter: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

27.03.2020

Corona-Pandemie

Aktuelle Gesetzgebung Stand 27.03.2020

Der Bundesrat hat auf seiner 988. Sitzung am 27.März 2020 im Rahmen der Gesetzgebung zur Coronaviruspandemie die Beschlüsse des Bundestages abgesegnet.
Wir haben für unsere Mitglieder ein PDF mit den relevanten Änderungen für Miet- und WEG-Recht als Auszug zusammengestellt

Auszug Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Die gesamte Gesetzgebung können Sie unter http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/181/1918110.pdf nachlesen.

18.02.2020

RA Marco J. Schwarz neues Präsidiumsmitglied des VDIV Deutschland

Die Delegierten des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV Deutschland) wählten heute den Rechtsanwalt Marco J. Schwarz neu in das VDIV-Deutschland-Präsidium, Sylvia Pruß wurde zur neuen Vizepräsidentin ernannt.

Rechtsanwalt Marco J. Schwarz ist Gründungsmitglied einer auf Immobilienrecht ausgerichteten Kanzlei in München. Seit 2011 ist er Vorstandsmitglied im Verband der Immobilienverwalter Bayern und übernahm 2015 den Vorsitz. Der auf Immobilien-, WEG- und Mietrecht spezialisierte Anwalt ist zudem seit 2007 als Justiziar des VDIV-Landesverbands tätig.

Sylvia Pruß ist Inhaberin einer in Strausberg bei Berlin ansässigen Immobilienverwaltung, die rund 4.000 Wohneinheiten betreut, und seit 2008 Vorstandsvorsitzende des Verbands der Immobilienverwalter Berlin-Brandenburg. Seit 2018 ist die Initiatorin des VDIV-Frauennetzwerks Mitglied des VDIV-Deutschland-Präsidiums und saß zuvor dem Verbandsrat des VDIV Deutschland vor.

01.08.2019

Tarifergebnis und Verwalterverträge des VDIV Bayern e.V.

Für die Beschäftigten in der Wohnungswirtschaft wird es ab Juli 2019 mehr Entgelt geben.

Nach langen und zähen Verhandlungen haben sich die IG BAU und die Arbeitgeber in der 4. Verhandlungsrunde am 02. Juli 2019 auf ein neues Tarifergebnis für die Beschäftigten der Wohnungswirtschaft geeinigt.

Auch die Verwalterverträge des DDIV werden jährlich aktualisiert. Die aktuellen Verträge, mit aktuellstem Stand vom Juli 2019, stehen unseren Mitgliedern zum kotenfreien Download im Mitgliederbereich zur Verfügung.

Mitglieder des Verbandes können das Tarifergebnis ausführlich und kostenfrei in unserem internen Bereich auf der Homepage einsehen und downloaden. Zum anderen werden Mitglieder unseres Verbandes immer über aktuelle Neuerungen sowie auch über politische Veränderungen unverzüglich und kostenfrei informiert.

Alle Vorteile einer Mitgliedschaft im VDIV Bayern e.V. finden Sie hier.

19.07.2019

Starke Gemeinschaft - starke Marke: Aus DDIV wird VDIV

Verband der Immobilienverwalter Deutschland e. V., kurz VDIV Deutschland, lautet der neue Name des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter e. V. (DDIV).

Der VDIV Deutschland ist seit mehr als 30 Jahren das Sprachrohr der Verwalterbranche und vertritt Ihre Interessen gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit. Mit einem gemeinsamen Auftritt unter einer starken Marke sollen die Landesverbände, in denen inzwischen rund 3.000 Mitgliedsunternehmen organisiert sind, ihre Schlagkraft weiter erhöhen und noch besser als qualifizierte Unternehmen wahrgenommen werden. Insbesondere im digitalen Zeitalter ist ein verbindendes, wiedererkennbares und ausdrucksstarkes Element in Form eines Logos elementar. „Ein prägnantes, vereinendes Logo ist dabei nicht nur eine starke Marke, sondern auch vertrauensbildendes Gütesiegel. Denn die Mitgliedschaft im VDIV steht für Professionalität und Qualität, für Innovation und Vertrauenswürdigkeit – genau die Kriterien, die bei der Auswahl eines Verwalters durch die Eigentümer bedeutend sind. Wir sind die Profis!”, ist Wolfgang D. Heckeler, Präsident des VDIV Deutschland, überzeugt.

Der VDIV Deutschland engagiert sich auch unter neuem Namen für eine kontinuierliche und nachhaltige Professionalisierung und Qualifizierung der Wohnungsverwaltung und setzt sich wirkungsvoll für adäquate politische Rahmenbedingungen ein. Aktuelle Schwerpunktthemen sind unter anderem eine umfassende WEG-Reform, eine angemessene Vergütung von Immobilienverwaltungen vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen durch Gesetzgeber und Eigentümer, die Bekämpfung des Fachkräftemangels sowie die Unterstützung der Branche bei der Implementierung von umfassenden digitalen Prozessstrukturen.

Erstmals öffentlich präsentiert sich der VDIV Deutschland mit neuem Design und Namen zum 27. Deutschen Verwaltertag, der heute und morgen in Berlin mit rund 900 Teilnehmern stattfindet. „Die Umbenennung und der neue Außenauftritt sind Meilensteine in der Geschichte unseres Verbandes. Das wichtigste Branchenereignis des Jahres ist daher der passende Rahmen, beides der Öffentlichkeit vorzustellen”, so Wolfgang D. Heckeler.

22.07.2020

Eigentümerversammlungen während der Pandemie

Offizielle Information vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren, Sport und Integration

Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (insbesondere Hochzeiten, Trauerfeiern, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) und nicht öffentliche Versammlungen sind mit bis zu 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet hat und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann.

Eine Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzepts für Veranstaltungen gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 der 6. BayIfSMV finden Sie hier.

Nachzulesen unter: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

VDIVaktuell

Das Fachmagazin für Immobilienverwalter

Ausgabe 3/2021 als eMag



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